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Bargeldloses Europa? Kartenzahlungen als vielversprechende Wachstumschance für die europäische Finanzdienstleistungsbranche

<p>Europäischer Markt für Kartenzahlungssysteme nach wie vor unterentwickelt / Bessere Bonussysteme für Kartennutzer gefordert / Kundennutzen noch zu wenig im Mittelpunkt der Produktentwicklung?</p>

Düsseldorf, 27. März 2009. In einer neuen Untersuchung mit dem Titel „Tapping potential in Europe’s card market“ zeigt das Beratungsunternehmen eine verheißungsvolle Wachstumsperspektive für die europäische Finanzdienstleistungsbranche auf. Denn obwohl die Gesamtzahl der Karten sowie das Gesamtzahlungsvolumen jährlich weltweit um über 13 Prozent wachsen und inzwischen weltweit 6 Milliarden Karten in Umlauf sind, werden in Europa nach wie vor 80 Prozent aller Zahlungen mit Bargeld abgewickelt. Diese eindrucksvolle Zahl verdeutlicht das große Potenzial im europäischen Markt für Zahlungskarten. Zugleich zeigt der Bericht jedoch auch, dass die Branche dieses Potenzial nur anzapfen können wird, wenn sie den sich verändernden Kundenbedürfnissen gerecht wird und sich stärker an den attraktiven Bonussystemen reiferer Märkte orientiert. Die Berater von Arthur D. Little kommen zu dem Schluss, dass die europäischen Anbieter von Zahlungskarten vor allem ihre Kundenbeziehungen intensivieren müssen. Dabei könnten 2 Strategien im Vordergrund der Optimierung stehen:

  1. Stärkere Bindung bestehender Kunden
  2. Ausbau der Kartenfunktionalität

Kundenbindung hat oberste Priorität Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage und der immer noch starken Neigung zu Barzahlungen hat die Stärkung der Kundenbindung derzeit die oberste Priorität. „Auf globaler Ebene werden Kartenzahlungen bald die wichtigste bargeldlose Zahlungsart sein. Sie werden mittelfristig Bargeld als wichtigstes Zahlungsmittel weltweit ablösen“, so Dr. Gerrit Seidel, Leiter des Geschäftsbereichs Financial Services Global bei Arthur D. Little. „Doch gerade in Europa braucht die Branche trotz des enormen Wachstumspotenzials des Kartenmarktes weitere Innovationen – auch um bestehende Kunden halten zu können. Dies bedeutet in erster Linie den Ausbau von Bonussystemen und die stärkere Integration von Bankdienstleistungen in das Kartenangebot.“ Bonussysteme Der Bericht beleuchtet eine Reihe von Bonussystemen, die dem Kunden in Kombination mit Bankdienstleistungen Vorteile bieten und über konventionelle Punktsysteme hinausreichen. So konnte die Bank of America seit Einführung der ,Keep the Change'-Karte im Oktober 2005 mehr als 5 Millionen Kunden gewinnen. Die Besonderheit der Karte ist die Möglichkeit, die Differenz zwischen dem Einkaufspreis und dem aufgerundeten vollen Betrag automatisch auf ein Sparkonto zu überweisen. Wachstum durch Innovation Der Bericht wirft auch einen Blick auf Strategien zur Ausweitung der Kartennutzung und analysiert die zunehmende Konvergenz zwischen Kredit- und Debitkarten. Ein sehr erfolgreiches Beispiel, das auch in Europa Anwendung finden könnte, sind die neuartigen „Check Cards“ in Südkorea, einem der weltweit am weitesten entwickelten Märkte für Kreditkarten. Die „Check Cards“ funktionieren wie die klassische EC-Karte, bieten darüber hinaus aber Vorteile wie Ermäßigungen, Flugmeilen und Cash-back. Seit Einführung der Check Cards konnte in Südkorea ein rasantes Wachstum der Kundenbasis dieses Kartentyps erzielt werden. Dieses Kartenmodel, das in seiner grundsätzlichen Form in Deutschland schon lange vorhanden ist, könnte in neuer Form auch hier die klassischen Kreditkarten ein- und überholen. Der Bericht verweist außerdem auf einige Herausforderungen, die die europäische Zahlungskartenbranche meistern muss. So müssen Kartenaussteller die Rentabilität ihrer Produkte effizient managen und starke, professionelle Beziehungen zu Händlern aufbauen, was sie nur über die intensive Kooperation mit Betreiberunternehmen wie VISA und MasterCard erzielen können. Um mehr Bargeld- in Kartenzahlungen umzuwandeln, müssen Kartenaussteller die Verbraucher davon überzeugen, dass Kartenzahlungen sicher und bequem sind. "Tapping potential in Europe’s card market" steht ab sofort zum Download bereit auf

www.adlittle.com/card_market

 

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Bargeldloses Europa? Kartenzahlungen als vielversprechende Wachstumschance für die europäische Finanzdienstleistungsbranche

<p>Europäischer Markt für Kartenzahlungssysteme nach wie vor unterentwickelt / Bessere Bonussysteme für Kartennutzer gefordert / Kundennutzen noch zu wenig im Mittelpunkt der Produktentwicklung?</p>

DATE

April 2009

Düsseldorf, 27. März 2009. In einer neuen Untersuchung mit dem Titel „Tapping potential in Europe’s card market“ zeigt das Beratungsunternehmen eine verheißungsvolle Wachstumsperspektive für die europäische Finanzdienstleistungsbranche auf. Denn obwohl die Gesamtzahl der Karten sowie das Gesamtzahlungsvolumen jährlich weltweit um über 13 Prozent wachsen und inzwischen weltweit 6 Milliarden Karten in Umlauf sind, werden in Europa nach wie vor 80 Prozent aller Zahlungen mit Bargeld abgewickelt. Diese eindrucksvolle Zahl verdeutlicht das große Potenzial im europäischen Markt für Zahlungskarten. Zugleich zeigt der Bericht jedoch auch, dass die Branche dieses Potenzial nur anzapfen können wird, wenn sie den sich verändernden Kundenbedürfnissen gerecht wird und sich stärker an den attraktiven Bonussystemen reiferer Märkte orientiert. Die Berater von Arthur D. Little kommen zu dem Schluss, dass die europäischen Anbieter von Zahlungskarten vor allem ihre Kundenbeziehungen intensivieren müssen. Dabei könnten 2 Strategien im Vordergrund der Optimierung stehen:

  1. Stärkere Bindung bestehender Kunden
  2. Ausbau der Kartenfunktionalität

Kundenbindung hat oberste Priorität Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage und der immer noch starken Neigung zu Barzahlungen hat die Stärkung der Kundenbindung derzeit die oberste Priorität. „Auf globaler Ebene werden Kartenzahlungen bald die wichtigste bargeldlose Zahlungsart sein. Sie werden mittelfristig Bargeld als wichtigstes Zahlungsmittel weltweit ablösen“, so Dr. Gerrit Seidel, Leiter des Geschäftsbereichs Financial Services Global bei Arthur D. Little. „Doch gerade in Europa braucht die Branche trotz des enormen Wachstumspotenzials des Kartenmarktes weitere Innovationen – auch um bestehende Kunden halten zu können. Dies bedeutet in erster Linie den Ausbau von Bonussystemen und die stärkere Integration von Bankdienstleistungen in das Kartenangebot.“ Bonussysteme Der Bericht beleuchtet eine Reihe von Bonussystemen, die dem Kunden in Kombination mit Bankdienstleistungen Vorteile bieten und über konventionelle Punktsysteme hinausreichen. So konnte die Bank of America seit Einführung der ,Keep the Change'-Karte im Oktober 2005 mehr als 5 Millionen Kunden gewinnen. Die Besonderheit der Karte ist die Möglichkeit, die Differenz zwischen dem Einkaufspreis und dem aufgerundeten vollen Betrag automatisch auf ein Sparkonto zu überweisen. Wachstum durch Innovation Der Bericht wirft auch einen Blick auf Strategien zur Ausweitung der Kartennutzung und analysiert die zunehmende Konvergenz zwischen Kredit- und Debitkarten. Ein sehr erfolgreiches Beispiel, das auch in Europa Anwendung finden könnte, sind die neuartigen „Check Cards“ in Südkorea, einem der weltweit am weitesten entwickelten Märkte für Kreditkarten. Die „Check Cards“ funktionieren wie die klassische EC-Karte, bieten darüber hinaus aber Vorteile wie Ermäßigungen, Flugmeilen und Cash-back. Seit Einführung der Check Cards konnte in Südkorea ein rasantes Wachstum der Kundenbasis dieses Kartentyps erzielt werden. Dieses Kartenmodel, das in seiner grundsätzlichen Form in Deutschland schon lange vorhanden ist, könnte in neuer Form auch hier die klassischen Kreditkarten ein- und überholen. Der Bericht verweist außerdem auf einige Herausforderungen, die die europäische Zahlungskartenbranche meistern muss. So müssen Kartenaussteller die Rentabilität ihrer Produkte effizient managen und starke, professionelle Beziehungen zu Händlern aufbauen, was sie nur über die intensive Kooperation mit Betreiberunternehmen wie VISA und MasterCard erzielen können. Um mehr Bargeld- in Kartenzahlungen umzuwandeln, müssen Kartenaussteller die Verbraucher davon überzeugen, dass Kartenzahlungen sicher und bequem sind. "Tapping potential in Europe’s card market" steht ab sofort zum Download bereit auf

www.adlittle.com/card_market